Grosser Kampf, null Punkte

Das letzte Vorrundenspiel hatte es in sich! Die Geschichte begann schon bei der Anreise. Für einmal setzten wir auf ÖV (grosser Fehler!). 8 Mädels aus unterschiedlichsten Richtungen suchen sich am Bahnhof… Aber wir spielen ja auch Volleyball und sind keine OL Läuferinnen! Kaum hatten wir dann auch noch die Halle in Oerlikon gefunden (nach einem gefühlten Halbmarathon!), waren wir so was von bereit!

Es entwickelte sich ein wahrer Krimi! Wir waren wohl selber etwas erstaunt darüber, dass wir spielerisch so gut mithalten konnten (stimmungsmässig sowieso, das war klar, wir schrien die Gegnerinnen fast ins Elend!). Mit grossem Kampf und Einsatz erspielten wir uns sogar Satzbälle, konnten diese leider nicht verwerten und so schnappte uns Oerlikon den ersten Satz mit 30:28 vor der Nase weg. Sänds hatte es nicht leicht, da wir mal wieder in völlig neuer Konstellation in der Halle standen. Dies war dann zu Beginn des zweiten Satzes spürbar. Wir liessen uns aus der Ruhe bringen, konnten dadurch keinen Druck mehr ausüben und lagen schnell weit zurück. Doch aufgeben war selbst bei 22:10 kein Thema! Wir kamen tatsächlich nochmals ran und gaben uns erst mit 25:18 geschlagen. Und im dritten Satz drehten wir nochmals auf! Wir wollten noch nicht nachhause, nicht ohne Satzgewinn und wir wehrten uns bis zum bitteren Ende gegen die Niederlage, wehrten Satzbälle ab, zwangen die Gegnerinnen zu Fehlern und mussten uns trotzdem wiederum äusserst knapp mit 26:24 geschlagen geben. Schade um den riesigen Aufwand, genial, wie wir als Team funktionierten und gekämpft haben!

Das anschliessende Teamessen beim Mexikaner hatten wir uns nun wirklich verdient! Es wurde feucht fröhlich (und das, obwohl Sänds alkoholfreies Bier trinken musste) und einmal mehr spät (oder früh, je nach Sichtweise…). Neuste Erkenntnisse: Bis Juli wurde ein Kinder-Produktions-Stop verordnet, das Einschenken von Margarita hat so seine Tücken und Mayumi spielt in der nächsten Saison bei uns! Der Abend schloss mit der erfreulichen Mitteilung, dass alle im eigenen Bett schlafen konnten und keine Notfallübungen gestartet werden mussten…

Cooles Team!!! Danke!

Drei Punkte ohne Glanz in Uetikon

Auch solche Spiele müssen gewonnen werden! Der Tabellenletzte war gar nicht so einfach zu knacken. Wir verpassten es, unser Spiel durchzuziehen und das Tempo hoch zu halten und bekundeten zwischenzeitlich ziemlich Mühe mit der unkonventionellen Spielweise der Gegnerinnen. Dank einer starken Serviceleistung schafften wir es aber immer wieder, uns aus heiklen Situationen heraus zu manövrieren, so dass einem Dreisatzsieg schliesslich nichts mehr im Wege stand. Ein klarer Arbeitssieg ohne zu glänzen. Das «Glänzen» holten wir dann in der Beiz nach und feierten dort das Vorrücken auf den vierten Tabellenrang (damit war dann auch Sänds wieder versöhnt, der schon nicht so ganz zufrieden war mit unserer Leistung… Zu Recht übrigens…).

Und nichts ging mehr…

Nach drei guten Spielen zogen wir gegen das Spitzenteam aus Wald einen rabenschwarzen Tag ein. 3:0 fertigten sie uns in kürzester Zeit ab, nur grade zu Beginn des dritten Satzes konnten wir ansatzweise mithalten.

Annahmen sehr schlecht, Verteidigung langsam, Angriffe ohne Druck und die gute Stimmung war irgendwo auf der Strecke geblieben. Ein Abend zum vergessen. Noch lange diskutierten wir danach in der Beiz, weshalb es nach einem wirklich guten Start in die Saison zu solch einem Leistungseinbruch kommen konnte. Einige Ausreden fanden wir (kein Prosecco in der Garderobe, die Stammfans fehlten, zu viel Energie in den black friday investiert…), doch Sänds liess nichts davon gelten. Es gibt nur eines, hart trainieren und es nächstes Mal besser machen!

Fünf Sätze zum Sieg

Sie waren jung, dynamisch und beeindruckten uns schon beim Einspielen, die Mädels von S9 (auch die Tattoo-Dichte war eindeutig höher…). Entsprechend zurückhaltend gingen wir in den ersten Satz. Da die Gegnerinnen praktisch keine Eigenfehler produzierten und sehr druckvoll spielten, fiel es uns schwer, ins Spiel hineinzufinden. Wir blieben zwar dran, verteidigten gut, mussten den Satz aber mit 25:20 abgeben. Danach drehten wir auf. Und zwar so richtig! Alles passte, praktisch jede Abnahme, jeder Angriff funktionierte und mit 25:10 glichen wir aus. Auch im dritten Satz spielten wir überlegen und führten nach einer Stunde mit 2:1 Sätzen. Anstatt jedoch unser Spiel durchzuziehen, verloren wir im vierten Satz komplett den Faden und bauten damit die Gegnerinnen auf. Wir verloren den Satz klar (25:16), der Prosecco musste warten. Dafür waren der Ehrgeiz und die Wut über die schlechte Leistung nun die treibende Kraft. Wir schüttelten über uns selber die Köpfe, waren echt sauer und gingen mit der absoluten Überzeugung ins Tie-Break, dass wir die stärkere Mannschaft waren und der Sieg uns gehörte. Und wir lieferten ein fast perfektes Tie-Break ab, liessen keine Zweifel am Sieg aufkommen und sicherten uns mit 15:6 die zwei Punkte. Sänds lobte explizit die Services, die Verteidigungsarbeit und unseren Einsatz. Unsere Schwächen der letzten Saison scheinen nun unsere Stärken zu sein!

Volleyballclub in Thalwil, Horgen und Region Zürich