Drei Punkte ohne Glanz in Uetikon

Auch solche Spiele müssen gewonnen werden! Der Tabellenletzte war gar nicht so einfach zu knacken. Wir verpassten es, unser Spiel durchzuziehen und das Tempo hoch zu halten und bekundeten zwischenzeitlich ziemlich Mühe mit der unkonventionellen Spielweise der Gegnerinnen. Dank einer starken Serviceleistung schafften wir es aber immer wieder, uns aus heiklen Situationen heraus zu manövrieren, so dass einem Dreisatzsieg schliesslich nichts mehr im Wege stand. Ein klarer Arbeitssieg ohne zu glänzen. Das «Glänzen» holten wir dann in der Beiz nach und feierten dort das Vorrücken auf den vierten Tabellenrang (damit war dann auch Sänds wieder versöhnt, der schon nicht so ganz zufrieden war mit unserer Leistung… Zu Recht übrigens…).

Und nichts ging mehr…

Nach drei guten Spielen zogen wir gegen das Spitzenteam aus Wald einen rabenschwarzen Tag ein. 3:0 fertigten sie uns in kürzester Zeit ab, nur grade zu Beginn des dritten Satzes konnten wir ansatzweise mithalten.

Annahmen sehr schlecht, Verteidigung langsam, Angriffe ohne Druck und die gute Stimmung war irgendwo auf der Strecke geblieben. Ein Abend zum vergessen. Noch lange diskutierten wir danach in der Beiz, weshalb es nach einem wirklich guten Start in die Saison zu solch einem Leistungseinbruch kommen konnte. Einige Ausreden fanden wir (kein Prosecco in der Garderobe, die Stammfans fehlten, zu viel Energie in den black friday investiert…), doch Sänds liess nichts davon gelten. Es gibt nur eines, hart trainieren und es nächstes Mal besser machen!

Fünf Sätze zum Sieg

Sie waren jung, dynamisch und beeindruckten uns schon beim Einspielen, die Mädels von S9 (auch die Tattoo-Dichte war eindeutig höher…). Entsprechend zurückhaltend gingen wir in den ersten Satz. Da die Gegnerinnen praktisch keine Eigenfehler produzierten und sehr druckvoll spielten, fiel es uns schwer, ins Spiel hineinzufinden. Wir blieben zwar dran, verteidigten gut, mussten den Satz aber mit 25:20 abgeben. Danach drehten wir auf. Und zwar so richtig! Alles passte, praktisch jede Abnahme, jeder Angriff funktionierte und mit 25:10 glichen wir aus. Auch im dritten Satz spielten wir überlegen und führten nach einer Stunde mit 2:1 Sätzen. Anstatt jedoch unser Spiel durchzuziehen, verloren wir im vierten Satz komplett den Faden und bauten damit die Gegnerinnen auf. Wir verloren den Satz klar (25:16), der Prosecco musste warten. Dafür waren der Ehrgeiz und die Wut über die schlechte Leistung nun die treibende Kraft. Wir schüttelten über uns selber die Köpfe, waren echt sauer und gingen mit der absoluten Überzeugung ins Tie-Break, dass wir die stärkere Mannschaft waren und der Sieg uns gehörte. Und wir lieferten ein fast perfektes Tie-Break ab, liessen keine Zweifel am Sieg aufkommen und sicherten uns mit 15:6 die zwei Punkte. Sänds lobte explizit die Services, die Verteidigungsarbeit und unseren Einsatz. Unsere Schwächen der letzten Saison scheinen nun unsere Stärken zu sein!

Niederlage in Dübendorf

Wir wussten aus der letzten Saison, was uns in Dübendorf erwarten würde (eine äusserst angriffsstarke Mannschaft) und waren deshalb hoch motiviert und bereit, dem einiges entgegen zu setzen. In den ersten beiden Sätzen zeigten wir, was in uns steckt. Wir überzeugten mit einer starken Serviceleistung, setzten die Gegnerinnen mit platzierten Finten und Smashes unter Druck und kämpften in der Verteidigung. Zum Satzgewinn fehlte wohl einzig das Quäntchen Glück und eine Spur mehr Selbstvertrauen. Es schien ein bisschen, als ob wir von unserer guten Leistung selbst überrascht waren und dieser nicht ganz trauten. Mit 25:21 und 25:19 gaben wir die Sätze ab. Im dritten Satz schlugen wir uns dann selber. Einige unglückliche Schiedsrichterentscheide, Diskussionen und zu viele Eigenfehler warfen uns zurück, so dass wir uns schliesslich klar mit 3:0 geschlagen geben mussten.

Es gab nur eine Meinung beim anschliessenden Umtrunk: Da haben wir für die Rückrunde noch eine Rechnung offen!

Volleyballclub in Thalwil, Horgen und Region Zürich