Bittere Tränen in Birmensdorf

Voll Zuversicht und mit einem guten Abschlusstraining vom Vortag in den Beinen starteten wir in das letzte Kapitel dieser Saison. Mit einem klaren Sieg sollte der Aufstieg gesichert werden. Sollte… denn es kam leider anders…

Der Druck war vom ersten Ball an spürbar. Wir spielten nervös, teilweise fahrig. Und die Gegnerinnen nutzten die Gunst der Stunde und spielten sich förmlich in einen Rausch hinein. Die Bälle flogen uns zu Beginn des ersten Satzes nur so um die Ohren, wir fanden den Einstieg in das Spiel überhaupt nicht. So lagen wir schnell mit einigen Punkten zurück, was sich auch mit einer leichten Verbesserung unseres Spiels nicht mehr aufholen liess. 25:18 und es hiess 1:0 für die Heimmannschaft.

Nach dem Seitenwechsel wurde unser Spiel besser, sicherer. Wir machten weniger Eigenfehler, konnten den Gegner auch mal unter Druck setzen und die Freude am Volleyball kehrte auf das Spielfeld zurück. Die Birmensdorferinnen liessen sich jedoch nicht entscheidend distanzieren. Sie zeigten vor allem in der Verteidigung eine hervorragende Leistung und so brauchten wir bei jedem Ballwechsel viel Energie und mehrere Angriffsbälle, um dann schliesslich auch den Punkt zu machen.  Wir hatten es in der Hand und erspielten uns einen leichten Vorsprung. Doch es sollte an diesem Abend nicht sein. Mit 27:25 ging auch der zweite Satz an die Heimmannschaft. Und mit einem Schlag waren alle Träume ausgeträumt. Selbst mit einem Tie-Break Sieg konnten die nötigen drei Punkte nicht mehr eingefahren werden. Wir waren am Boden zerstört, noch auf dem Spielfeld flossen die ersten Tränen.

Der Druck war damit im dritten Satz zwar nicht mehr vorhanden, richtig befreit liess es sich trotzdem nicht aufspielen, der Frust sass zu tief. Sänds erreichte uns mit seinem Coaching nicht mehr, seine Anweisungen verstanden wir zwar, konnten sie aber nicht mehr umsetzen. Die Verzweiflung war ihm ins Gesicht geschrieben. Wir kämpften, leisteten Gegenwehr, blieben aber chancenlos. Und so ging auch der letzte Satz der Saison an die Gegnerinnen.

Im entscheidenden Moment konnten wir dem Druck nicht standhalten. Wir weinten so einigen unnötig verlorenen Sätzen und Spielen nach und wussten, dass wir sehr, sehr nahe am Aufstieg dran gewesen waren.

Mit etwas Abstand werden wir wohl erkennen, dass wir mit dieser praktisch neu zusammengesetzten Mannschaft eine gute Saison gespielt haben. Die Routine fehlte uns noch und wohl auch die nötige Ruhe und Gelassenheit, um die entscheidenden Punkte und Spiele zu gewinnen. Aber es ist eine tolle Mannschaft und bereits unter der Dusche, mit einem Becher Prosecco in der Hand, fanden wir unser Lachen wieder!

Ein herzliches Dankeschön unseren beiden Trainern, Sänds und Bruno, für die Unterstützung, das Coaching, die Trainings und die vielen Nerven, die es braucht!

Pflicht erfüllt

Wenn man gegen den Tabellenletzten antritt, ist der Auftrag gegeben. Ein 0:3 Sieg gegen Einsiedeln wurde sowohl von den Trainern als auch von uns Spielerinnen gefordert.
Trotzdem gingen wir mit Respekt an die Sache ran, nur zu gut erinnerten wir uns daran, wie es gegen Wädivolley ausgegangen war…

Es galt, sich schnell auf die sehr kleine Halle einzustellen und sich auf keinen Fall dem Niveau des Gegners anzupassen. Dies gelang im ersten Satz gut. Mit starken Serviceleistungen und viel Druck im Angriff hiess es nach kurzer Zeit bereits 10:25.
Auch nach dem Seitenwechsel schafften wir es, die Konzentration beizubehalten, obwohl von den Gegnerinnen kaum druckvolle Bälle zurückkamen. Schliesslich ging auch dieser Satz mit 10:25 überlegen an OTA.

Zu Beginn des dritten Satzes war es dann mit der Konstanz etwas vorbei. Es schlichen sich einige unnötige Fehler ein, so dass kurz hintereinander zwei Time-Outs nötig waren, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Der Sieg geriet aber nie in Gefahr und mit 16:25 konnte auch dieser Satz und damit der Match gewonnen werden. Es war kein glorreicher Sieg aber eine solide Leistung.

Höhen und Tiefen – Im Tie-Break gewonnen

Der Tabellenerste gegen den Tabellenzweiten – Spitzenkampf war angesagt und damit auch die Frage “Gibt es eine Vorentscheidung um den Aufstieg?”.

Wir starteten nervös in den ersten Satz gegen Volo Hirzel, nichts wollte gelingen. Es fühlte sich an, als ob wir uns selber zu sehr unter Druck setzten und damit blockierten. Die Gegnerinnen spielten souverän, machten keine Fehler, brachten jeden Angriffsball unter und agierten souverän in der Verteidigung. Weder Time Outs noch Auswechslungen brachten Erfolg und so hiess es nach 20 Minuten 8:25. Ratlosigkeit machte sich breit.
Doch wir kämpften uns in den zweiten Satz hinein, wurden konstanter und sicherer und getrauten uns auch wieder, mehr Druck im Angriff auszuüben. Dank hervorragender Leistung in der Verteidigung konnten wir den zweiten Satz mit 25:22 für uns entscheiden.
Die Sicherheit, auch unter Druck bestehen zu können, nahmen wir in den nächsten Satz mit. Vieles gelang gut, die Gegnerinnen konnten ihre Leistung des ersten Satzes nicht mehr abrufen und mussten sich mit 25:18 geschlagen geben.
Euphorie machte sich in den eigenen Reihen breit, welche uns dann leider nicht beflügelte sondern eher hinderte. Plötzlich war die Unsicherheit wieder da. Anweisungen der Trainer konnten auf dem Feld nicht mehr umgesetzt werden, Services gingen ins Netz, das Zusammenspiel war geprägt von Missverständnissen. Damit bauten wir den Gegner wieder auf und sie nutzten dies konsequent zum Satzausgleich aus. Das Tie-Break musste die Entscheidung bringen.
Und plötzlich war da wieder die Souveränität, wie wir sie im zweiten und dritten Satz gezeigt hatten. Fast alles gelang, Punkt um Punkt ging auf unser Konto und zum Schluss hiess es 15:5.
Damit liegt Volo Hirzel einen Punkt vor uns und muss zwingend noch Punkte abgeben, damit wir sie in der Tabelle überholen können.

Volleyballclub in Thalwil, Gattikon, Oberrieden, Horgen und Rüschlikon